ist ranking eine neue
kunstrichtung?
mittwoch 29.9.2004, 19h, project space
treitlstr.2, 1040 wien
podiumsteilnehmerInnen: irene athanassakis (univ. f. angew. kunst), günther
ogris (SORA institute for social research and analysis), petra egg und
erich praschak (praxis)
praxis hat ein exemplarisches ranking veranstaltet, in dem alle künstlerInnen
(wien) gelistet waren und alle (kuratoren und galeristinnen, sammler und
kritikerinnen, theoretiker und künstlerinnen sowie das kunstpublikum)
befragt wurden.
wir wollten damit nicht ein besseres rankingverfahren finden, sondern
unser unbehagen darüber formulieren, dass immer mehr rankings stattfinden
aber (fast) keine reflexion darüber. viele fragen stellen sich: wie
geht man um mit der quantifizierung von etwas, das nicht messbar ist?
wie steht es um die selbstreferentialität von rankings – „ist
man einmal drin, ist man drin?“. welche gruppendynamischen geschehnisse
und welche marktimmanenten prozesse werden ausgelöst? sind rankings
betriebswirtschaftliche handlungsanweisungen für künstler und
sammlerinnen, eine formel für den weg nach oben bzw. den weg auf
den ersten platz und die gewinnmaximierung? wie geht man um mit der fortschreitenden
hierarchisierung? wieviel ranking braucht die gesellschaft?
und werden wir immer infantiler?
„vor 30 jahren galt eine rangliste noch als unseriös. heute
glauben ihr alle.“ (alfred nemeczek)
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